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EM Final: Spanien – Deutschland

Posted by Annubis | Allgemein, EM | Sunday 29 June 2008 23:14 | Tweet ThisTweet This

Nun ist es also soweit, der Europameistertitelträger steht fest. In einem Verdienten Sieg, der sogar noch höher hätte ausfallen können, schlug Spanien Deutschland mit 1:0. Das einzige Tor wurde von Fernando Torres geschossen und zwar in der 33. Minute.

 

Damit hat nun also Deutschland mit einem 0:1 verloren. Gut es war nicht gerade mein prophezeites 0:10 trotzdem ist ein 0:1 auch kein schlechtes Resultat für die bösen Teutonen.

 

Ich habe das Spiel heute nur indirekt live mitverfolgt. Ich saß mit meiner Begleiterin bei einem Italiener. Als das 1:0 fiel, musste ich gar nicht nachfragen, wem das Tor galt. Am lauten Geschrei und Gekreische war klar, dass es ein „Topf“ im deutschen Tor war.

 

Tjo nun sind die EM Spiele fertig. Ich bedanke mit bei allen Lesern und Leserinnen und bei allen EM-Kommentatoren(innen). Wir sehen uns an der WM in Südafrika.

 

 

Hier ein kleiner Spielbericht:

Früh, schon in der 33. Minute, trug sich die entscheidende Szene zu: Cesc Fabrègas, der erstmals von Beginn weg spielte und den verletzten Topskorer David Villa ersetzte, lancierte Fernando Torres, der den zögernden Philipp Lahm überlief und aus halbrechter Position an Keeper Jens Lehmann vorbei ins Tor schob. Es war der zweite Treffer für «El Niño», der an der EM bisher etwas im Schatten von Sturmpartner und Torschützenkönig Villa gestanden hatte.Die Führung war zu diesem Zeitpunkt zumindest aufgrund der besseren Torchancen verdient. Zehn Minuten vor dem 1:0 war Torres nach einer Flanke des in der Defensive in der Startphase fahrig agierenden Sergio Ramos höher gesprungen als Per Mertesacker und hatte den Ball an den Pfosten geköpft. Und bereits in der 14. Minute hatte Lehmann nur dank bravourösem Reflex einen von Chrstoph Metzelder abgelenkten Schuss von Andres Iniesta in Corner lenken können.

Aufgrund der Spielanteile hielten die Deutschen die Partie zumindest bis zur Pause aber jederzeit offen. Sie waren sogar besser in die Partie gekommen. Dank aggressivem Zweikampfverhalten verhinderten sie das spanische Kurzpassspiel und sorgten selbst für enormen Druck. Miroslav Klose kam schon in der 3. Minute nach einem Fehler von Sergio Ramos zur ersten Gelegenheit, später hatte auch Thomas Hitzlsperger noch eine vielversprechende Abschlussgelegenheit. Sein Schuss von der Strafraumgrenze fiel aber zu schwach und unplatziert aus (9.).

Die besseren Chancen hatten danach und vor allem auch nach der Pause die Spanier. Allein zwischen der 68. und 69. Minute besassen sie zweimal die Gelegenheit die Partie frühzeitig zu entscheiden. Zunächst scheiterte Sergio Ramos nach einem Freistoss von Xavi mittels Kopfball freistehend an Lehmann, Sekunden später wehrte Torsten Frings einen Schuss von Iniesta auf der Linie ab. Später, bei einem Konter, schlug Marcos Senna nach einer Kopfball-Vorlage von Daniel Güiza vor dem Tor über den Ball (82.).

Dem gegenüber kam Michael Ballack dem Ausgleich nach exakt einer Stunde noch am nächsten, als er nach Vorarbeit des eingewechselten Marcell Jansen nur das Aussennetz traf. Ansonsten blieb der Einfluss des DFB-Captains, dessen Einsatz wegen einer Wadenverletzung lange ungewiss gewesen war, höchst gering. Und in der Schlussphase war das spanische Tor überhaupt nicht mehr in Gefahr. Einem Last-Minute-Treffer wie im Halbfinal gegen die Türkei kamen die Deutschen diesmal trotz der Einwechslung von frischen Stürmern (Kuranyi, Gomez) nicht mehr nahe.

Am Ende gab es für die Deutschen lediglich auf den Rängen einen Punktsieg. Was sich aufgrund der Eindrücke in der Stadt während des Tages erahnen liess, wurde am Abend im Stadion bestätigt. Die Deutschen trugen im Ernst-Happel-Stadion ein Heimspiel aus. Gegen 40 000 Zuschauer in der ausverkauften Arena hielten zur DFB-Auswahl. Die spanische «Selección» konnte sich dafür nicht über fehlende hochrangige Unterstützung beklagen. Auf der Ehrentribüne, neben UEFA-Präsident Michel Platini, hatte sich König Juan Carlos mit Gattin Sophia eingefunden.

 

EM Russland – Spanien

Posted by Annubis | Allgemein, EM | Thursday 26 June 2008 22:50 | Tweet ThisTweet This

So vor wenigen MInuten endete das letzte Halbfinal. Spanien hat nach einer relativ langweiligen 1. Halbzeit die Russen mit 0:3 besiegt. Damit hat sich Spanien erstmal seit 1984 wieder für das EM Final Qualifiziert.

Alle 3 Tore fielen in der 2. Halbzeit und zwar in der 50. durch Xavi, in der 73. durch Gülza und in der 82. durch Silva. Das Spiel war sehr fair. Dies zeigt sich auch durch die Kartenverteilung. Es gab 2 Gelbe Karten beide für russische Spieler in der 57. für Yuri Zhirkov und in der 60. Diniyar Bilyaletdinov.
Jetzt bin ich gespannt was der russische Trainer mit dem Übername Imperator seinen Jungs sagt. Diese Niederlage für die Russen kann nur eines bedeuten.
Das Imperium schlägt zurück….

Nun freuen wir uns auf das Final Spanien – Deutschland, welches hoffentlich mit einem haushohen Sieg für Spanien ausgeht. Mindestens ein 10:2

EM Deutschland – Türkei

Posted by Annubis | Allgemein, EM | Wednesday 25 June 2008 23:09 | Tweet ThisTweet This

Ja heute war wirklich ein deprimierender Tag. Heute spielten Deutschland und die Türkei gegeneinander um den Finaleinzug. Immer wenn Deutschland gegen eine andere Mannschaft spielt, hoffe ich das die Deutschen verlieren. Nur heute spielen diese Teutonen gegen die Killer unserer Nati. Das hat mich wirklich in eine Zwickmühle gebracht. Ich hatte die Wahl zwischen Pest und Seuche. Naja ich hab mich dann entschieden diesmal eine Ausnahme zu machen und für Deutschland zu fanen. Das hat sich diesmal gelohnt.

Deutschland besiegte die Türken mit einem schönen 3:2. Wie bisher jedesmal waren die Türken gefährlich bis zum Abpfiff aber die Teutonischen Dschungelbewohnerkicker haben sich selbst bis zum Schluss zusammengerissen und den Sieg heimgefahren.

Nun liebe Nachbarn vom grossen nördlichen Kanton. Diesmal habt ihr wirklich gut gespielt, da kann ich echt nur Gratulieren zu diesem guten Spiel wie auch zum Finaleinzug. Aber wie es für mich Pflicht ist, hoff ich das ihr mindestens 10:0 im Final von den Spanier besiegt werdet – das wäre mein persönliches Traumfinal. Wir werden sehen was es wird.

Hier nun ein kleiner Spielbericht:

Nach einem Kopftor von Miroslav Klose in der 79. Minute zum 2:1 sah Deutschland wie der sichere Sieger aus. Die Türken schafften es aber erneut, in der Schlussphase ein vermeintlich wichtiges Tor zu erzielen. Erneut schlug – wie schon gegen die Schweiz und Kroatien – Semih Sentürk zu, der in der 86. Minute traf. Aber Philipp Lahm machte den Türken noch später einen Strich durch die Rechnung

Die beiden ersten Tore schossen Ugur Boral in der 22. und Bastian Schweinsteiger in der 26. Minute. Der Schweizer Schiedsrichter Massimo Busacca blieb nicht fehlerfrei.

Die Türken spielten insbesondere zu Beginn der Partie stark auf und überraschten die Deutschen mit ihrer Aufsässigkeit. Kazim Kazims Schuss in der 13. Minute prallte an die Lattenoberkante. Neun Minuten später traf der gebürtige Engländer erneut die Latte, den Abpraller schoss Ugur Boral zwischen den Beinen des deutschen Goalies Jens Lehmann zur 1:0-Führung ein.

Die Deutschen machten aus ihrer einzigen Chancen in der ersten Halbzeit ein Tor. Mit dem Aussenrist verwertete Schweinsteiger eine Flanke von Lukas Podolski gekonnt und erzielte sein zweites EM-Tor.

Im Final trifft Deutschland am Sonntag in Wien auf Russland oder Spanien, die am Donnerstag gegeneinander spielen.

EM Deutschland – Portugal

Posted by Annubis | Allgemein, EM | Thursday 19 June 2008 23:19 | Tweet ThisTweet This

Mano, dass nenn ich ein Fussballkrimi. Deutschland der Glücksbiene hat mal wieder zugestochen und Portugal mit 3:2 besiegt.Ich gebs zu ich hab auf Portugal gehofft. Für mich ist das klar, im Fussball ist bei jedem Spiel wo Deutschland mitspielt, Deutschland der Feind und hoffentlich auf der Verliererseite. Aber eben wie leider so oft, hab ich auf die falsche Mannschaft gesetzt. Jetzt hoff ich nur, dass Deutschland in der nächsten Partie rausfliegt. Spätestens aber im Final gegen Holland ;p Tut mir leid liebe Deutsche ihr seid das böse *ggg*
Aber wie schon gesagt, das war ein wirklich gutes Fussballspiel. Mir hats gefallen und es war ein gutes Spiel – da ist es schon fast egal wer gewonnen hat.

Hier noch ein kleiner Matchbericht:

Für Deutschland trafen Bastian Schweinsteiger in der 22., Miroslav Klose in der 27. und Michael Ballack in der 61. Minute. Für Portugal trafen Nuño Gómez kurz vor der Pause (40.) und Helder Postiga kurz vor Schluss (87.).

Vor den rund 42.500 Zuschauern im ausverkauften St. Jakob Park präsentierte sich die auf drei Positionen umgebaute deutsche Mannschaft von Beginn an deutlich spielstärker und konsequenter als in den letzten beiden Gruppenspielen. Im Halbfinale trifft das deutsche Team nun am Mittwoch auf den Sieger der Partie Kroatien gegen die Türkei.

Gegenüber dem knappen Sieg gegen Österreich hatte Bundestrainer Joachim Löw sein Team auf drei Positionen umgebaut: Den angeschlagenen Bremer Torsten Frings vertrat der Leverkusener Simon Rolfes in seinem erst zwölften Länderspiel. Für Clemens Fritz spielte Thomas Hitzlsperger, und statt des glücklosen Angreifers Mario Gomez spielt mit Schweinsteiger ein weiterer offensiver Mittelfeldspieler, der sich prompt Bestnoten verdiente.

Erstmals jubeln durften die deutschen Fans in der 22. Minute: Schweinsteiger rutschte in eine scharfe Flanke seines Münchner Teamkollegen Lukas Podolski und liess Ricardo im portugiesischen Tor keine Abwehrmöglichkeit. In der 27. Minute war es Miroslav Klose, der einen Freistoss von Schweinsteiger unbedrängt ins Tor köpfen konnte und damit endlich seinen ersten Turniertreffer schaffte.

In der Folge kamen die Portugiesen besser ins Spiel: Vor allem über die linke Mittelfeldseite von Lukas Podolski kamen sie mehrfach gefährlich vors deutsche Tor. In der 40. Minute war es dann Nuño Gómez, der nach einem Solo von Cristiano Ronaldo die Verwirrung in der deutsche Hintermannschaft ausnutzen und aus Mittelstürmerposition einschiessen konnte.

Ballack macht per Kopf alles klar
Halbzeit zwei begann härter und kampfbetonter, der schwedische Schiedsrichter Peter Fröjdfeldt zog insgesamt fünf Mal Gelb. Die erste Chance verbuchte der starke Frings-Ersatz Hitzlsperger in der 51. Minute mit einem Schuss aus der Distanz. Eine Riesenmöglichkeit zum Ausgleich für Portugal vergab der aufgerückte Innenverteidiger Pepe in der 57. Minute, als er einen Eckball völlig freistehend übers Tor köpfte.

Als die Portugiesen immer stärker wurden, sorgte Ballack für das vorentscheidende 3:1. Eine scharfe Freistoss-Flanke von Schweinsteiger verwandelte der Kapitän per Kopf, wobei Keeper Ricardo zum wiederholten Mal Schwächen zeigte.

In der Schlussphase hatte die deutsche Elf die Portugiesen immer besser im Griff: Torwart-Oldie Jens Lehmann zeigte seine bisher beste EM-Leistung und fing zahlreiche Bälle sicher ab. Helder Postiga machte es mit dem Anschlusstreffer per Kopf zum 2:3 in der 87. Minute noch einmal spannend, doch die deutsche Elf rettete sich über die Nachspielzeit.

«Haben die beste Mannschaft aus dem Turnier gekegelt»

Der als «Man of the Match» geehrte Bastian Schweinsteiger, der an allen drei Toren der deutschen Mannschaft beteiligt war, sagte in der ARD: «Wir sind jetzt unter den Top vier und haben die in meinen Augen beste Mannschaft aus dem Turnier gekegelt.» Nun sei alles möglich: «Wir haben die deutschen Tugenden gezeigt und müssen das im nächsten Spiel noch einmal machen.» Philipp Lahm ergänzte: «Heute hat man gesehen, dass auf dem Platz jeder für den anderen da war.»

Bundestrainer Joachim Löw, der die Partie nach einer UEFA-Entscheidung auf der Tribüne verbringen musste, zeigte sich begeistert: «Wir haben heute im richtigen Moment zurückgefunden zu alter Stärke», sagte er in der ARD. Co-Trainer Hans-Dieter Flick sagte, nach Möglichkeit wolle die Mannschaft nun «Kroatien im Halbfinale die passende Antwort» auf die Vorrunden-Niederlage geben.

EM Schweiz – Portugal

Posted by Annubis | Allgemein, EM | Monday 16 June 2008 00:53 | Tweet ThisTweet This

Das war wieder einmal ein Freudenfest. Die Schweiz gewinnt das Spiel Schweiz – Portugal mit 2:0.
Es ist schon komisch, immer wenn es ein Spiel ist, das nicht wichtig ist gewinnen wir, aber bei einem Spiel das wichtig ist, versauen wir das Schlussresultat. Anscheinend haben unsere Fussballer zu viel Schiss zu gewinnen.
Hoffen wir das der nächste Nationaltrainer (Ottmar Hitzfeld) diesen Bubis das Austreiben kann und eine Siegermannschaft formen kann. WM 2010 in Südafrika wir kommen, jetzt hat es uns für den EM Titel nicht gereicht, werden wir also Fussballweltmeister 2010 in Südafrika. 2 Jahre haben unsere Spieler nun Zeit sich vorzubereiten.

So damit ist für uns Eidgenossen die EM vorbei. Nun hoffen wir das die Holländer EM Meister werden.

Hier noch ein kleiner Spielbericht über diesen Match:
Das 73. und letzte Spiel von Köbi Kuhn war zugleich auch das persönliche Festspiel von Yakin. Der YB-Regisseur inszenierte Kuhns Abschiedsvorstellung meisterhaft. In der 71. traf er zum 1:0, wenig später erhöhte er nach einem Penalty-Geschenk auf 2:0. Es war Yakins spezieller Dank an Kuhn – später drehten die anderen Spieler mit «Merci Köbi»-Plakat für den wohl beliebtesten Schweizer Nationalcoach eine Ehrenrunde.

Den roten Teppich rollten die Schweizer nur ihrem Trainer aus. Der B-Formation des EM-Mitfavoriten überliessen sie dagegen nichts. Der Wille, die knapp 40 000 begeisterungsfähigen Zuschauer für das (zu) frühe Out mit dem ersten EM-Erfolg überhaupt zu entschädigen, war ausnahmslos erkennbar. Wenigstens die Frage der Ehre wollte die SFV-Auswahl zu ihren Gunsten klären. Die Antwort fiel dank der Doublette Yakins positiv aus. Dank ihrer Leidenschaft und ihrem Speed in der Schlussphase bereiteten die Spieler ihrem Coach in der Derniere einen würdigen Abschied.

Intensiv war die Partie nur temporär. Taktisch fehlte eine erkennbare Linie. Viel entsprang dem Zufall. Die beiden Goalies standen schon in den ersten 45 Minuten unüblich oft im Brennpunkt. Ricardo entschärfte einen Schuss Inlers und parierte einen Kopfball Yakins aus kurzer Distanz im Stil des Klassehüters. So sehr sich die Schweizer in der ersten Halbzeit auch bemühten, die Qualität im Passspiel fehlte. Im Mittelfeld operierten zu ähnliche Spielertypen. Niemand im Zentrum, vor allem nicht Fernandes, produzierte Varianten für das Angriffsspiel.

Eine einzige Szene genügte dann aber, um die Blockade nach zwei knappen Niederlagen zu lösen. Und wieder stand der 20-jährige Eren Derdiyok am Ursprung. Ein Zuspiel Müllers lenkte das Basler Talent präzise zu Yakin weiter, der sich die Chance allein vor dem portugiesischen Goalie nicht entgehen liess (71.). Zwölf Minuten später düpierte der für Johann Vonlanthen eingetretene Tranquillo Barnetta den Referee mit seinem Fall im Strafraum. Yakin nahm die Penalty-Offerte an und stieg mit drei Turnier-Toren zum Schweizer EM-Rekordtorschützen auf.

Aussetzer ohne Folgen
In den ersten beiden Spielen bezahlten die Schweizer für ihre (Abwehr-)Mängel einen hohen Preis. In der Partie mit Show-Charakter blieben die Aussetzer ohne Folgen. Portugal unternahm für den dritten Sieg in Serie zu wenig – oder wurde beim Stand von 0:0 im entscheidenden Moment von der Torumrandung daran gehindert. Zweimal trennten die Lusitaner nur Zentimeter vom Vorteil. In beiden Fällen schoss ManU-Joker Nani; den ersten, von Pepe abgefälschten Schuss lenkte Zuberbühler an die Lattenoberkante. Das zweite Solo (nach einem schweren Fehler Lichtsteiners) endete abermals am Pfosten.

Das Lob für ihr positives Ausrufezeichen sei den Schweizern durchaus belassen. Ein Anlass zur masslosen Überbewertung besteht trotzdem nicht. In vier Tagen wird im gleichen Basler Stadion eine fast zu 100 Prozent andere portugiesische Equipe zu sehen sein. Acht Stammspieler verfolgten die Bewegungsübung der zweiten Garde aus gemütlicher Distanz von der Ersatzbank aus. Der Umgang mit dem Zauberstab fiel den in die Startformation gerückten Reservisten nicht so leicht wie Cristiano Ronaldo und Co.

Ausser der erfolgreichen Schweizer Imagepflege stand im ausverkauften St.-Jakob-Park im Prinzip nichts mehr zur Debatte. Entsprechend stellte Portugals Coach Felipe Scolari seine Equipe auch auf.

Und doch schied einer womöglich noch einer aus dem EM-Turnier aus: der österreichische Schiedsrichter Konrad Plautz. Er pfiff zwar laut und mit grosser Mimik, aber nicht selten falsch. Weshalb er Ferreiras brutale Attacke gegen Behrami mit Gelb «belohnte», weiss nur er selber. Im Strafraum der Schweizer übersah er ein (Penalty)-Foul Lichtsteiners. Vor einem möglichen Sololauf von Helder Postiga «erfand» Plautz zusammen mit seinem Assistenten ein Offside.

Zuberbühlers Abschied
Im Februar erfuhr Zuberbühler bei «Tea and Coffee» in einem Londoner Nobelhotel, dass Köbi Kuhn auf Diego Benaglio setzen wird. Der selbstbewusste Thurgauer, der nach einer WM-Endrunde ohne Gegentor an der EM mit dem Nummer-1-Status gerechnet hatte, nahm die Degradierung nicht persönlich, sondern bemerkenswert sportlich. Seinen Frust veröffentlichte er nicht, stattdessen belebte «Zubi» das Team als energischer Motivator.

Kuhns Entscheid, dem 37-Jährigen ein 51. und letztes Spiel im Nationalteam zu «schenken», ist vor allem als Lohn dafür zu werten, wie tadellos und loyal Zuberbühler die unpopuläre Ersatzrolle spielte. Der langjährige Stamm-Keeper bedankte sich mit einer fehlerfreien Vorstellung für die noble Geste Kuhns.

Nächster Programmpunkt im August
Heute wird die Spitze der Schweizer Delegation im Hauptquartier in Feusisberg ein letztes Mal vor die Medien treten und ihren Teil der Schlussbilanz präsentieren. Es ist Kuhns letzter Amtstermin. Die Spieler treten indes nicht in den Ruhestand. Für sie beginnt am 20. August in Genf gegen Zypern bereits die Ära Hitzfeld. Rund zweieinhalb Wochen später darf die EM-Enttäuschung kein Thema mehr sein: In Tel Aviv beginnt die WM-Qualifikation.

EM Holland – Frankreich

Posted by Annubis | Allgemein, EM | Friday 13 June 2008 23:29 | Tweet ThisTweet This

Aiaiai, das war ein Fest. Nun sind wir Eidgenossen alles Oranje *g*

Glückwunsch zu den Fussballgiganten Holland. Gewinnt für uns die EM. Ihr seid tolle Gäste.

Hier noch ein Spielbericht:

Spätestens nach dem 2:0 der Holländer nach einer knappen Stunde wurde auch das zweite Spiel im Stade de Suisse in Bern zum grossen Spektakel. Mittelfeld-Geplänkel gab es keines mehr. Auf Angriff der Franzosen, folgte Konter der Holländer. Nur die grosse Spannung kam nicht mehr auf. Zwar gelang der «Equipe tricolore», die sich nur phasenweise auf holländisches Spielniveau steigern konnte, eine erste Reaktion auf die Gegentore von Dirk Kuyt (9.) und Robin van Persie (59.) durch den 45. Länderspieltreffer von Thierry Henry in der 71. Minute. Doch Arjen Robben antwortete postwendend, keine 60 Sekunden später, mit dem 3:1.

Holland war in diesem phasenweise hochklassigen Duell die stilsichere Mannschaft. Das zeigte sich vor allem in der Startphase, die letztlich entscheidend war für den Ausgang der Partie. Frankreich begann zu wenig aggressiv. Die Holländer erarbeiteten sich auch dank eines effizienten Pressings einen deutlichen Vorteil. Der Ball zirkuliert gut. Es war nicht zu übersehen, dass das Team von Marco van Basten aus dem Spiel gegen Italien viel Selbstvertrauen mitgenommen hatte. Der sehr präsente Rafael van der Vaart und seine Kollegen waren meistens einen Schritt schneller. Sie wirkten spritziger und bissiger.

Sehr rasch wurden die Holländer mit dem 1:0 für ihren starken Beginn belohnt. Dirk Kuyt verwertete einen Eckball von van der Vaart mit dem Kopf. Florent Malouda verlor das Duell mit dem wertvollen Liverpool-Stürmer. Malouda, bei der WM 2006 ein wichtiger kreativer Flügelspieler der Franzosen, geriet nach der Nullnummer gegen Rumänien stark in die Kritik und war gegen Holland noch schwächer als vier Tage zuvor. Ihm gelang zumindest 30 Minuten lang so gut wie nichts.

Auch der von seiner Verletzung genesene Thierry Henry, der als einzige Sturmspitz agierte, war zunächst nur ein Schatten seiner selbst. Doch dann nach einer halben Stunde und einer guten Möglichkeit von Kuyt zum 2:0 liess Holland ein wenig nach. Frankreich fand dank Franck Ribéry, dem aktivsten Spieler in blau, Mittel die Abwehr der Holländer in Verlegenheit zu bringen. Malouda, Sidney Govou und Ribéry scheiterten innerhalb von etwa 120 Sekunden aus guten Abschlusspositionen an Hollands Keeper Edwin van der Sar.

Den Franzosen konnte man nach dem zögerlichen Start nicht wie im Spiel gegen Rumänien vorwerfen, zu wenig für die Offensive zu tun. Sie waren nun scheinbar in ihrem Stolz getroffen und reagierten wie man das von einem WM-Finalisten erwarten darf. Mit etwas Glück wäre der Ausgleich gelungen. In der 49. Minute scheiterte zunächst Govou und dann Henry an van der Sar. Nur wenig später vergab Henry mit einem viel zu hohen Lob eine exzellente Chance.

Das Aufbäumen der Equipe von Raymond Domenech ging natürlich auf Kosten der vom Nationacoach viel beschworenen defensiven Stabilität. Sein Antipode van Basten erkannte dies und stellte auf Kontertaktik um. Es kamen Arjen Robben und Robin van Persie ins Spiel. Zwei gewinnbringende Wechsel. Nur vier Minuten nach seiner Einwechslung traf van Persie nach einem von Robben lancierten, schnellen Gegenangriff über die linke Seite.

Letzlich musste die Franzosen zu viel Risiko eingehen, um Holland in Verlegenheit zu bringen. Die Abwehr war entblösst und die Oranjes nutzten dies gekonnt aus. Der Anschlusstreffer von Henry nach einer Vorlage von Willy Sagnol war nur ein französisches Strohfeuer, das nicht über die wahren Kräfteverhältnisse hinwegtäuschen konnte. Robben stellte den Zweitore-Vorsprung im Gegenzug mit einem Schuss aus spitzem Winkel wieder her. Das Schlusswort gehörte dann zu Recht dem wie gegen Italien starken Wesley Sneijder mit einem herrlichen Schuss aus 20 Metern.

EM Italien – Rumänien

Posted by Annubis | Allgemein, EM | Friday 13 June 2008 21:06 | Tweet ThisTweet This

Die Italiener konnten sich am Ende bei ihrem Torhüter Gianluigi Buffon bedanken, dass sie nach zwei Spielen nicht mit leeren Händen dastehen. Der Juve-Keeper parierte in der 81. Minute beim Stand von 1:1 einen streng gepfiffenen Foulelfmeter von Adrian Mutu mirakulös und verhinderte damit die zweite Pleite der Mannschaft von Trainer Roberto Donadoni nach dem 0:3 am Montag gegen Holland.

Für die beiden Tore in der chancenreichen Partie sorgten kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit innerhalb von knapp zwei Minuten Mutu (55.) und Christian Panucci (56.). Zuerst profitierte der Fiorentina-Stürmer von einer katastrophalen Kopfballrückgabe von Gianluca Zambrotta und bezwang Buffon mit einem Schuss unter die Latte. Im Gegenzug bediente nach einem Eckball Giorgio Chiellini mit dem Kopf Panucci, der den Ball zum 1:1 über die Linie beförderte.

Das Unentschieden war nach 90 stimmungsvollen Minuten im Zürcher Letzigrund-Stadion leistungsgerecht. Zwar hatten die Italiener über weite Strecken der Partie mehr vom Spiel, doch blieben die Rumänen mit ihren Kontervorstössen stets gefährlich. Sie agierten wesentlich offensiver als im Startspiel gegen Frankreich und hatten ihre besten Aktionen bereits Mitte der ersten Halbzeit, als sie innerhalb von fünf Minuten zu drei gefährlichen Abschlussversuchen kamen. Die beste Chance vergab Christian Chivu in der 20. Minute. Der Freistoss des Mittelfeldspielers von Inter Mailand wurde von Panucci an den eigenen Pfosten abgelenkt.

Aber aber wo bleibt da das Italienische Temparament? Die Italienische Mannschaft macht wohl die Eidgenossen nach und hat das Spielen vergessen.

EM Österreich – Polen

Posted by Annubis | Allgemein, EM | Friday 13 June 2008 21:02 | Tweet ThisTweet This

Die Österreicher waren nach einer halben Stunde sehr unglücklich in Rückstand geraten. Ein abgefälschter Schuss von Marek Saganowski landete genau vor den Füssen von Roger Guerreiro, und der gebürtige Brasilianer hatte keine Mühe, den Ball über die Linie zu schieben. Dem Treffer haftete allerdings der Makel an, dass er aus Offside-Position erzielt wurde.

Vor dem 0:1 hatte die Mannschaft von Josef Hickersberger drei ausgezeichnete Chancen vergeben. Martin Harnik (11. und 14.) und Christoph Leitgeb (16.) scheiterten völlig freistehend am hervorragend reagierenden Artur Boruc. In der Anfangsphase wurde die polnische Abwehr vom Heimteam ein ums andere Mal überrumpelt. Die Österreicher ihrerseits starteten furios, ohne jedoch daraus Kapital schlagen zu können.

Nach dem Gegentor knüpften die ÖFB-Elf nie mehr an die starken Startminuten an. Die Österreicher hätten gar weitere Tore kassieren können, wenn nicht Torhüter Jürgen Macho ein paar gute Paraden gelungen wären. Doch zum Schluss verschuldete Mariusz Lewandowski an Sebastian Prödl einen Foulpenalty. Vastic verwertete souverän.

Und so war das Schlussergebnis ein sauberes 1:1.

Echt supertoll ihr Österreicher – herzliche Gratulation !!

EM Kroatien – Deutschland

Posted by Annubis | Allgemein, EM | Thursday 12 June 2008 20:01 | Tweet ThisTweet This

Und wie gestern fliegt auch heute eine EM-Meister Mannschaft aus dem Spiel. *g* Ich weiss wir Eidgenossen sind nicht EM-Meistererlich gewesen, aber das was die Deutschen hier brachte, war auch nicht wirklich Meisterlich.

In einem interessanten Fussballmatsch schlug Kroatien die Deutschen mit 2:1

Etwas was ich erwähnen muss ist, heute gab es viele farbige Karten für die Spieler. Sogar die 1. Rote.
In der 24. Min bekamDarijo Sma,in der 45. Min Josip Simunic und in der 75 Michael Ballack je eine gelbe Karte. Bastian Schwinsteiger erhielt dann in der 90 seine Rote Karte und gleichzeitig noch Gelb für Lehman, Leko und Modric.

Es wurden 93 Minuten gekämpft, wobei die Kroaten agressiver und offensiver gespielt haben.

Nun müssen die Deutschen um ihre Viertelfinalqualifikation bangen. Sie müssen nun am nächsten Montag umbedingt gegen die österreichische Mannschaft punkten ansonst heisst Bye Bye EM

EM Schweiz – Türkei

Posted by Annubis | Allgemein, EM | Wednesday 11 June 2008 23:06 | Tweet ThisTweet This

Tjo, das war jetzt ein wirklich Unglückliches Spiel für uns gewesen.

Ardas Schuss in der 93. Minute wurde noch durch Patrick Müller abgelenkt. Nach zwei Niederlagen aus zwei Partien hat die Schweiz in der Gruppe A noch null Punkte. Portugal ist mit sechs Punkten schon für die Viertelfinals qualifiziert, die punktgleichen Tschechen und Türken ermitteln am Sonntag in Genf den zweiten Viertelfinalisten aus.

Die Verhältnisse wurden für die 22 Akteure schon wenige Minuten nach Matchbeginn extrem schwierig, da sich sintflutartige Regenfälle über den mit 39730 Fans ausverkauften St.Jakob-Park ergossen und die Partie phasenweise an der Grenze zur Irregularität ausgetragen wurde. Das Team von Köbi Kuhn kam aber nach einer Phase des Abtastens zu den ersten Chancen: Gökhan Inler gab den ersten Schuss auf Volkans Tor aus grosser Distanz ab (19.), fünf Minuten später prüften Hakan Yakin und mit einem Freistoss Tranquillo Barnetta den türkischen Keeper.

Nach einem Warnschuss für die Schweizer Abwehr in Form eines Pfostenkopfballs von Arda folgte dann in der 32. Minute der grosse Auftritt der beiden Schweizer Neulinge in der Startformation, welche Alex Frei und Marco Streller gut ersetzten: Eren Derdiyok umspielte den Goalie, behielt die Ruhe und legte den Ball ideal in die Mitte, wo er zuerst in einer Wasserlache hängenblieb, ehe Hakan Yakin aus zwei Metern mit rechts ins leere Tor einschieben konnte.

Der dritte Schweizer Torschütze an einer EM-Endrunde nach Kubilay Türkyilmaz (1996 gegen England) und Johan Vonlanthen (2004 gegen Frankreich) hätte zwei Minuten später nachdoppeln müssen, konnte aber eine Massflanke des wiederum starken Valon Behrami aus kürzester Distanz mit links nicht versenken.

Überraschend dann der Ausgleich nach 57 Minuten. Nach einem abgefangenen Konter der Schweizer stiessen die Türken über rechts vor und der nach der Pause eingewechselte Semih kam freistehend zum Kopfball, wobei bei Captain Ludovic Magnin einmal mehr das Stellungsspiel nicht stimmte und der glitschige Ball zwischen den Fingern von Diego Benaglio ins Netz rutschte.

Die Türken bestätigten den Aufwärtstrend dann während der restlichen Dauer der Partie. Sie gewannen mehr Zweikämpfe und stiessen vor allem über die rechte Flanke immer wieder gefährlich vor.

Den Matchball vergaben aber die Schweizer in der 84. Minute mit einem Konter. Sie hatten ein nummerisches Übergewicht von Drei gegen Eins, rückten aber zu langsam vor. Hakan Yakin kam dann aber doch zum Abschluss, der eingewechselte Ricardo Cabanas versuchte noch erfolglos, nachzustochern. In der 93. Minute folgte dann Ardas Stich ins Herz der ganzen Fussball-Schweiz.

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